Tipps zur Kündigung per Kündigungsschreiben

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Kündigung Fitnessstudio

 
Verträge über die Nutzung eines Fitnessstudios sind meist auf längere Zeit angelegt. Die Studiobetreiber wollen vermeiden, dass ständig wechselnde Nutzer den betrieblichen Ablauf stören. Auch die Einweisung in den Trainingsbetrieb und die laufende Betreuung binden personelle Kapazitäten und rechnen sich erst, wenn der Kunde sich eingewöhnt hat.

Auf der anderen Seite muss man aber das Interesse des Kunden berücksichtigen, der sich nicht unbedingt über einen längeren Zeitraum vertraglich binden lassen möchte und zumindest bei wichtigen, in seiner Person liegenden Gründen den Vertrag kurzzeitig muss beenden können.

Im Folgenden wird genauer erklärt wie bei einer Kündigung des Fitnessstudios vorzugehen ist und welche Möglichkeiten bestehen die Mitgliedschaft zu beenden.

Kündigungsfrist Die Verträge sind meist mit einer Verlängerungsklausel versehen. Hier kann die Kündigung problematisch werden. Wird nicht fristgerecht gekündigt, verlängert sich der Vertrag auf unbestimmte Zeit oder er verlängert sich um ein halbes oder gar ein ganzes Jahr.

Die Kündigungsfrist berechnet sich dabei immer rückwärts vom Laufzeitende und beträgt maximal 3 Monate. Ob für einen eine kürzere Kündigungsfrist oder eine besondere Laufzeit gilt findet sich im erhaltenen Vertrag oder den AGB des Fitnessstudios.

Ein Fitnessstudio-Vertrag darf in der Regel eine maximale Gesamtlaufzeit von allenfalls zwei Jahren haben. Eine Verlängerung um ein weiteres Jahr mangels fristgerechter Kündigung ist zwar nach dem Wortlaut des Gesetzes möglich, wird aber in einigen Fällen in der Rechtsprechung, als zu einseitig bewertet und in vielen Fällen als unwirksam beanstandet. Ein Zweijahresvertrag würde sich dann sich dann auf unbestimmte Zeit verlängern und der Kunde könnte monatlich zum Ablauf von drei Monaten ordentlich kündigen (§ 309 Nr. 9c BGB).

Die wiederholte Verlängerung eines Einjahresvertrages um jeweils maximal ein weiteres Jahr ist im Regelfall zulässig.

Wichtig: Die Kündigung muss noch vor der Kündigungsfrist beim Fitnessstudio-Betreiber ankommen. Der Poststempel gilt nicht.

Sollte der letzte Tag der Kündigungsfrist auf ein Wochenende (Samstag oder Sonntag) oder auf einen Feiertag fallen, dann muss die Kündigung mindestens einen Tag davor beim Unternehmen eingehen.

Widerruf Wurde der Vertrag mit dem Fitnessstudio über das Internet oder Telefon oder per E-Mail abgeschlossen, dann kann der Kunde diesen Vertrag innerhalb einer 14-tägigen Frist widerrufen. Dies gilt nach dem Fernabsatzgesetz und ist im §312ff. BGB festgeschrieben. Darüber hinaus greift diese Frist auch wenn der Vertrag an der Haustür oder einem Stand im öffentlichen Bereich abgeschlossen wurde. Ein Grund für den Widerruf ist nicht mitzuteilen.

Auf dieses Recht muss das Studio den Kunden bei Vertragsabschluss hingewiesen haben. Bei Nichtbeachtung würde die Widerrufsfrist sich auf 1 Jahr und 14 Tage verlängern.

Durch ein Widerruf gilt die Fitnessstudio-Mitgliedschaft als nicht zustande gekommen und dem Kunden sind bereits gezahlte Beiträge abgesehen von einer Anteiligen Entschädigung für bereits genutzte Leistungen, zu erstatten.

Wichtig: Dieser Widerruf sollte natürlich auch belegbar für den Kunden, dem Fitnessstudio zugestellt werden. Zum Beispiel per Einschreiben-Rückschein oder per Fax (Sendebericht aufbewahren).

Alternativ kann die Kündigung auch persönlich abgegeben werden, dann sollte jedoch unbedingt um eine schriftliche Empfangsbestätigung gebeten werden.

»Mehr zum Widerrufsrecht und ein Musterschreiben

Außerordentliche bis fristlose Kündigung Problematisch wird es, wenn es um die Möglichkeit einer fristlosen Kündigung geht. Sie ist allgemein im Vertragsrecht immer dann möglich, wenn der Kündigende einen ausreichend-wichtigen Grund geltend machen kann, der so schwerwiegend ist, dass ihm die Einhaltung der Kündigungsfrist nicht zugemutet werden kann. Darüber hinaus sind auch in vielen Fitnessstudioverträgen Sonderkündigungsrechte vereinbart.

Im Folgende typische Gründe für eine Kündigung des Fitnessstudios:

  • Im Falle einer wesentlichen Preiserhöhung (mindestens ca. 3-5%) oder einer nachteiligen Änderung der Vertragsbedingungen kommt es darauf an was im eigenen Vertrag und den AGB vereinbart wurde.

    Falls dort ein Sonderkündigungsrecht festgelegt wurde wird der Kunde üblicherweise im Voraus über die Änderungen informiert und kann dann innerhalb von einem Monat zum Änderungstermin kündigen.

    Sollte keine Regelung festgehalten worden sein, so sollte den Änderungen so schnell wie möglich widersprochen werden, denn dann gelten die alten Bedingungen im Regelfall weiterhin. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass der Betreiber daraufhin von sich aus kündigt.
  • Die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sehen meistens vor, dass der Kunde bei vorübergehender Krankheit oder Schwangerschaft nicht fristlos kündigen kann. Vielmehr wird der Vertrag gestundet und kann nach der Gesundung wieder nachgeholt werden.

    Es empfiehlt sich oftmals trotzdem eine außerordentliche Kündigung zu versuchen und falls diese abgelehnt wird um eine Stundung zu bitten.

    Als Nachweis wird vom Fitnessstudio in der Regel eine Kopie des ärztlichen Attests erwartet.
  • Bei einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung, die den Besuch des Fitnessstudios auf absehbare Zeit unmöglich macht steht dem Kunde in der Regel ein fristloses Kündigungsrecht zu.

    Als Nachweis sollte der Kündigung ein Attest des behandelnden Arztes (in Kopie) beigefügt werden.
  • Bei einem Umzug in einen Ort, von dem aus der Besuch des Fitnessstudios wegen der Entfernung und Erreichbarkeit als unzumutbar anzusehen ist (ab ca. 30km) ist möglicherweise eine außerordentliche Kündigung möglich. Auf Grund der aktuellen Rechtsprechung ist dies jedoch weniger wahrscheinlich.

    Mehr zum Thema: »Ist eine Kündigung des Fitnessstudios wegen Umzugs möglich?
  • Und welche Möglichkeiten hat der Kunde, wenn er unzufrieden mit den Leistungen seines Fitnessstudios ist? Geräte sind öfters defekt oder sein persönlicher Fitnesstrainer ist nicht wie abgesprochen da. Möglicherweise können Einrichtungen des Studios nicht wie vertraglich abgesprochen genutzt werden.

    In einem solchen Fall muss das Fitnessstudio zuerst schriftlich ermahnt werden und eine Frist zur Nachbesserung (oftmals 14 Tage) gesetzt werden. Nur wenn der Mangel nachweisbar vereinbart war und nicht erfüllt wird und die Nachbesserungsfrist erfolglos verstrichen ist kann fristlos gekündigt werden.

    »Mehr zur Mahnung nicht oder Schlechtleistung
  • Weitere wichtige Gründe wären Betrug, Beleidigungen, Körperverletzungen oder Handlungen gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Auch hier sollten im Regelfall Nachweise oder Zeugen vorhanden sein.

Tritt ein wichtiger Grund auf, dann muss zeitnah dazu die Kündigung ausgesprochen werden. Eine maximal 14-tägige Frist ist in vielen Fällen üblich. Der wichtige Grund muss natürlich belegbar sein und ist im Kündigungsschreiben zu nennen.

Inhalt und Zustellung der Kündigung Die Kündigung eines Vertrages mit einem Fitnessstudio sollte möglichst folgendes beinhalten:

  • 1. Datum und Ort werden festgehalten
  • 2. die Vertragspartner werden namentlich benannt (Kunde und Versicherungsunternehmen)
  • 3. von beiden Vertragspartnern werden die Adressen benannt (Kunde und Versicherungsunternehmen)
  • 4. es wird die Vertrags- und/oder Kundennummer genannt
  • 5. der Wunsch der Vertragsbeendigung wird unmissverständlich mitgeteilt
  • 6. der konkrete Termin der Vertragsbeendigung unter Beachtung der Kündigungsfrist wird mitgeteilt oder es wird das Versicherungsunternehmen gebeten den nächstmöglichen Termin zu berechnen.
  • 7. Wird eine ordentliche Kündigung ausgesprochen, dann muss kein Kündigungsgrund benannt werden, bei einer außerordentlichen oder sogar fristlosen Kündigung ist dagegen der Grund im Kündigungsschreiben zu nennen.
  • 8. die Kündigung wird eigenhändig unterschrieben.

Ferner ist es empfehlenswert um eine schriftliche Bestätigung der Kündigung zu bitten. Darüber hinaus kann eine Löschung der personenbezogenen Daten gefordert werden um Rückwerbeversuche und ähnliches zu verhindern.

Grundsätzlich können Verträge so gekündigt werden, wie diese auch abgeschlossen wurden, also mündlich, schriftlich, per Internet, telefonisch oder auch per Mail, außer wenn per Vertrag eine Form dem Kunden vorgeschrieben wird.

Das Problem - im Falle einer Auseinandersetzung mit dem Fitnessstudio muss der Kunde beweisen, dass das Fitnessstudio die Kündigung auch rechtzeitig (fristgerecht) erhalten hat.

Daher ist immer eine schriftliche Kündigung gegenüber anderen Möglichkeiten vorzuziehen und eine beweissichere Zustellung ist anzustreben. Diese kann erfolgen, indem die Kündigung selbst im Studio, gegen eine Empfangsbestätigung, abgebeben wird. Eine weitere Möglichkeit ist die postalische Zustellung per Einschreiben-Rückschein oder ein Versand per Fax mit Senderbericht.

Kündigung Fitnessstudio Muster


»Einfach mit dem Generator, für die Kündigung des Fitnessstudios, ein Schreiben erstellen...

Kündigungsschreiben herunterladen:

Kündigungsschreiben Fitnessstudio Muster:
Musterstadt, den 08.08.20XX
Fitnessstudio-Betreiber
Strasse und Nr.
Plz. und Ort
Maria Mustermann
Mustergasse 3
21000 Musterstadt

Kündigung meiner Fitnessstudio-Mitgliedschaft


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich meine VERTRAGSNAME Fitnessstudio-Mitgliedschaft fristgemäß zum XX.XX.20XX.


(
Oder: Auf Grund meiner chronischen Erkrankung kündige ich hiermit die VERTRAGSNAME Fitnessstudio-Mitgliedschaft außerordentlich zum nächstmöglichen Termin. Als Nachweis findet sich anbei ein Attest des Arztes.

Falls zutreffend: Wie Ihnen bereits mit dem Mahnschreiben vom XX.XX.20XX mitgeteilt bestehen folgende Mängel an den vertraglich vereinbarten Leistungen:
- Hier die Probleme genau beschreiben -.
Da auch nach Fristablauf keine Verbesserung eingetreten ist kündigen ich hiermit die VERTRAGSNAME Fitnessstudio-Mitgliedschaft fristlos mit sofortiger Wirkung.
)

(Optional: Die Mitgliedsnummer lautet F123456.)

Hilfsweise kündige ich die Mitgliedschaft zum nächstmöglichen Termin.

(Optional: Im gleichen Zuge fordere ich Sie auf alle über mich gespeicherten personenbezogenen Daten vollständig zu löschen und mir die erfolgte Löschung, gemäß DSGVO, schriftlich zu bestätigen.)

Bitte lassen Sie mir eine schriftliche Kündigungsbestätigung mit Angabe des Beendigungstermins zukommen.

Mit freundlichen Grüßen


Maria Mustermann
Maria Mustermann

 
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